Ohrgeräusche (lat. Tinnitus) breiten sich aus wie eine Epidemie: Rund 7 Millionen Deutsche quälen sich zumindest zeitweilig mit diesem Phantomlärm. Bei etwa 1 Millionen Bundesbürger ist das Geräusch so stark, dass die Betroffenen sehr darunter leiden. Das Wundermittel gegen Tinnitus wartet noch auf seine Entdeckung. Bisher testet man je nach möglicher Ursache unterschiedliche Ansätze. Wichtig ist es, keine Zeit zu verschwenden, da die Heilungschancen bei schneller Hilfe am größten sind.

Wer ist gefährdet?
Immer häufiger werden auch Menschen unter dreißig vom Tinnitus befallen. Bei einer Gießener Studie kannten zwei Drittel der befragten 18 bis 25jährigen das Ohrgeräusch bereits aus eigener Erfahrung. Chronisch war es bereits bei fünf Prozent.
Die Hauptsachen sind Lärm (z.B. Konzert, Party, Walkman, Arbeitsplatz), Stress, mangelnde Durchblutung verschiedenster Innenohrteile als auch Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Kieferbereich.
Eine Übersicht über diverse Therapiemöglichkeiten
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| Infusionen |
| | Bei Störungen im Innenohr (z.B. durch Sauerstoffmangel) helfen durchblutungsfördernde Mittel
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| Hyperbare Sauerstofftherapie |
| | In einer Druckkammer atmet der Patient reinen Sauerstoff ein
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| Tinnitusmasker |
| | Mittels eines akustischen Geräts, das „schöne Töne“ sendet, wird versucht den Tinnitus zu verdecken (Fachjargon: „zu maskieren“)
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| Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT) |
| | Ein Behandlungsmix aus: Betreuung durch den HNO-Arzt für die medizinischen Belange Einem Psychotherapeuten, der mit Gesprächen und Entspannungsübungen versucht, z.B. Stressfaktoren abzubauen
Die Anpassung eines Sanus Noiser („gesundes Rauschen“-Akustikgerät) durch den Hörgeräteakustiker |